111 Generalversammlung

Fischwilderei und Verstöße gegen Tierschutz-und Fischereigesetz sind auch im vergangenen Jahr durch die amtlich bestellten Fischereiaufseher im Einzugsgebiet der Wörnitz-Fischereigenossenschaft festgestellt worden. Dies wurde anlässlich der 111 Generalversammlung der Wörnitz-Fischereigenossenschaft am 11.01.2019 in Rudelstetten berichtet.

 


 

Nach Begrüßung der Ehrengäste und der Genossenschaftsmitglieder, hält der Vorsitzende der WFG, Hubert Wagner in seinem Tätigkeitsbericht Rückschau auf das vergangene Jahr. Dabei hob er hervor, dass der Witterungsverlauf 2018 wohl noch lange in Erinnerung bleiben wird. Hitze, Dürre Unwetter, ein Wetterrekord nach dem Anderen. Dies wirkte sich auch auf die Fischbestände aus. Bedingt durch hohe Wassertemperaturen über lange Zeiträume kam es zu erhöhtem Stoffwechsel bei den Fischen und sehr niederen Sauerstoffverhältnissen in den Gewässern. Dazu noch der Befischungsdruck durch Kormoran und andere fischfressende Vögel. Die Fische hatten es 2018 nicht leicht.

 

Nach dem Kassenbericht vorgetragen durch den Geschäftsführer, Herrn Heinz Dotzauer und dem Bericht der Kassenprüfer wurde die Vorstandschaft einstimmig entlastet.

 

Herr Kurt Strauß, Schriftführer der WFG, stellte die Fang- und Besatzauswertung der WFG vor.

Dabei konnte er eindrucksvoll darstellen, dass der Satz „Wer ernten will muss säen“ in der Fischerei so nicht anwendbar ist. Ausschlaggebend für einen guten, dem Gewässer angepassten, nachhaltigen Fischbestand ist nicht der Besatz sondern in erster Linie ein für die jeweilige Fischart geeigneter Lebensraum.

 

Die Verbesserung der Gewässerlebensräume ist auch Ziel der Wasserrahmenrichtlinie (WRRL). Was diesbezüglich getan wird, erklärte Herr Krohn vom WWA Donauwörth, in seinem Vortrag zum „Umsetzungskonzept Wörnitz“.

 

Wie er ausführt, ist die Wörnitz ursprünglich ein Fließgewässer. Und, wie der Name sagt, sollte ein Fließgewässer fließen und sich durch die Fließkraft der Eigendynamik selbst entwickeln können.

 

 Diese Kraft wurde dem Fluss jedoch über Jahrhunderte hinweg entzogen und in den vielen Mühlen, Trieb- und Kraftwerken genutzt. So entstand aus dem Fließgewässer eine aneinander gereihte Kette von Staughaltungen.

 

Da der Rückbau der Wasserkraftnutzung derzeit nicht absehbar ist wurde ein Gewässerentwicklungskonzept entwickelt. Wie Herr Krohn erklärt ist dies ein Plan, der eine wünschenswerte Gewässerentwicklung unter optimalen Bedingungen beschreibt. Ziel ist ein Leitfaden für alle Tätigkeiten und Projekte, die im Bereich der Wörnitz zur Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) stattfinden. Dabei handelt es sich ausschließlich um kurz- und mittelfristig realisierbare Maßnahmen zur Aufwertung der Lebensräume.

 

Als Aufgaben für das kommende Jahr sprach Wagner zum Schluss noch die Überarbeitung der Genossenschaftssatzung und eine zeitgemäß Anpassung auch an die Datenschutzverordung an.

 

110. Generalversammlung


Anlässlich der 110. Generalversammlung am 12.01.2018 in Rudelstetten wählten die Mitglieder der Wörnitz-Fischereigenossenschaft ihre neue Vorstandschaft. Dabei wurden die alten Vorstände und Gewässerobmänner in ihren Funktionen bestätigt und wiedergewählt.

 

1.Vorsitzender: Hubert Wagner,

 

2. Vorsitzender: Erich Baumann;

 

 Geschäftsführer u. Kassier: Heinz Dotzauer;

 

Schriftführer: Kurt Strauß

 

Besatzobmänner: Hans Frieder Eberhard; Günther Feller; Alois Fink; Dieter Gottwald; Friedrich Wagner; Karl Ziegelmaier; Lorenz Zimmermann;

 

Kassenprüfer: Manfred Hippmann und Johannes Jeromin.

 

Schiedsgericht: Günther Feller, Gertraud Mährle; Franz Stimpfle

 

 

Die neu gewählten Vorstände u. Obmänner:

 

Von links nach rechts: Franz Stimpfle, Hubert Wagner, Kurt Strauß, Heinz Dotzauer, Hans Frieder Eberhardt, Karl Ziegelmeier, Gertraud Mährle, Alois Fink, Lorenz Zimmermann, Günther Feller, Erich Baumann. Es fehlt: Dieter Gottwald

 

Hubert Wagner begrüßte neben den sehr zahlreich erschienenen Mitgliedern auch  mehrere Ehrengäste. Neben dem stellvertr. Landrat, Reinhold Bittner und der  2. BM‘in Frau  Gertrud Jaumann aus Oettingen, waren auch, Herr Bernd Horst vom Wasserwirtschaftsamt Donauwörth, der Fischereifachberater, Herr Dr. Oliver Born sowie Herrn Ulrich Krafczyk und Herr Feller vom Fischereiverband anwesend. Auch Herr Häfele vom Rieser Naturschutzverein war zugegen.

Der Vorsitzende stellte u. a. Herrn Andre Holzinger und Herrn Rainer Färber vor, die beim schwäbischen Fischereiverband einen Ausbildungskurs zum staatlichen Fischereiaufseher besuchten. Nach Ablegung einer Prüfung wurden sie von der Fischereibehörde, als Fischereiaufseher für das gesamte Genossenschaftsgebiet bestellt.